Die klassischen thermoplastischen Hotmelts, bzw. Schmelzklebstoffe verflüssigen sich bei Zuführung von Hitze und erstarren, bzw. erzeugen eine Klebverbindung im anschließenden Abkühlprozess. Charakterisch für Hotmelts ist die Eigenschaft, sehr schnell eine hohe Festigkeit zu erreichen. Bayer MaterialScience bietet für solche Hotmeltsysteme Hydroxylpolyurethane unter dem Handelsnamen Desmomelt® an, das in fester Form als Pulver angeboten wird.
Darüber hinaus bietet Bayer MaterialScience Rohstoffe zur Herstellung von reaktiven Polyurethan Hotmelts an. Diese Klebstoffe besitzen die Fähigkeit durch die enthaltenen 2-5% Isocyanatgruppen in Verbindung mit Luftfeuchtigkeit zusätzlich chemisch zu vernetzen und damit die Wärme-, die Hydrolyse- und Lösemittelbeständigkeit des Endproduktes signifikant zu erhöhen. Typische Rohstoffe dieser Kategorie sind monomere MDI-Polyisocyanate (z.B. Desmodur® 44 M), Polyester (z.B. Baycoll® AD 5027), Polyether (z.B. Desmophen® 1262 BD) sowie spezielle Prepolymere zur Formulierung emissionsarmer reaktiver PUR Hotmelts (Desmodur® E XP 2715).
In Verbindung mit bestimmten aliphatischen oder aromatischen Polyisocyanaten lassen sich die Endeigenschaften und Verarbeitungsverhalten beider Hotmelt-Systeme variieren.
Typische Anwendungen finden sich in der Schuhindustrie (Sohlenverklebungen), in der Verpackungsindustrie, in der Buchbinderei, der Textilindustrie, der Elektronikindustrie (Verklebung von Metallwicklungen). Dies sind nur einige von vielen Anwendungen. Weitere Anwendungsgebiete sind denkbar. Für weitere Informationen stehen Ihnen unsere Klebstoffexperten zur Verfügung.