11.06.2010

„From Megatrends to Business“ – Ausblick auf die K 2010

Nachhaltige Lösungen für die Auswirkungen globaler Megatrends

Produkte, Prozesse und Anwendungen für heute und morgen
Bayer MaterialScience leistet durch innovative Technologien und Prozesse einen nachhaltigen Beitrag zur Bewältigung der globalen Herausforderungen Energieverknappung und Klimawandel. Das ist die zentrale Aussage des Unternehmens auf der K 2010, der internationalen Messe der Kunststoff- und Kautschukindustrie, die vom 27. Oktober bis 3. November in Düsseldorf stattfinden wird. Ziel ist es dabei, Lösungen für die Auswirkungen globaler Megatrends – wie beispielsweise das Bevölkerungs­wachstum und die zunehmende Verstädterung – zu entwickeln.

„Unser Unternehmen kann solche Probleme natürlich nicht allein bewältigen, aber es verfügt über nachhaltige Lösungen aufgrund innovativer Produkte, Prozesse und Anwendungen, die bereits heute zur Verfügung stehen beziehungsweise für morgen entwickelt werden“, sagte Patrick Thomas, Vorstandsvorsitzender von Bayer MaterialScience.

Thomas sprach in Leverkusen im Rahmen einer europäischen Pressekonferenz und erläuterte die Pläne von Bayer MaterialScience für die Präsentation auf der K 2010. Unter dem Motto „From Megatrends to Business“ wird das Unternehmen auf über 1.000 qm in der Halle 6 seine führende Position bei Polymermaterialien demonstrieren – der Schwerpunkt liegt dabei auf nachhaltigen Lösungen und Entwicklungen in den Bereichen Klimaschutz, Technologie, Mobilität, Leben und Gesundheit.

Zu Beginn seiner Ausführungen fasste Thomas zunächst die aktuelle Geschäfts­entwicklung zusammen. „Bayer MaterialScience ist erfolgreich ins Jahr 2010 gestartet, und wir sind für die künftige Entwicklung zuversichtlich“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Im 1. Quartal 2010 steigerte der Bayer-Teilkonzern den Umsatz um 36 Prozent auf 2,22 (Vorjahr: 1,64) Milliarden Euro. Das sehr schwache Vorjahresquartal war durch die Wirtschafts- und Finanzkrise erheblich belastet. Auch im Vergleich zum 4. Quartal 2009 konnte MaterialScience den Umsatz mit plus 9,9 Prozent steigern. Zu dieser deutlichen Erholung trugen alle Business Units mit Mengenausweitungen und Preiserhöhungen bei. Auch das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschrei­bungen (EBITDA) verbesserte sich mit 287 Millionen Euro deutlich gegenüber dem Verlust von 116 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Thomas bestätigte die Prognosen für das laufende Jahr. Danach geht Bayer MaterialScience von einer weiteren konjunkturellen Erholung aus und plant, den Umsatz im Gesamtjahr 2010 währungs- und portfoliobereinigt in der Größenordnung von 20 Prozent zu erhöhen. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA will Bayer Material­Science mehr als verdoppeln. Im 2. Quartal erwartet der Bayer-Teilkonzern gegenüber dem 1. Quartal 2010 weiteres Wachstum und eine Verbesserung des EBITDA vor Sondereinflüssen.

Seine Zuversicht für die weitere wirtschaftliche Entwicklung untermauerte Thomas damit, dass Bayer MaterialScience nachhaltige Lösungen für die Auswirkungen der globalen Megatrends biete. „Wir leben in einer dynamischen Welt mit vielen Herausforderungen, und wir bei Bayer MaterialScience müssen uns fragen, welche Chancen und Risiken damit einhergehen. Globale Veränderungen – wie beispielsweise der demografische Wandel der Gesellschaft, der Klimawandel und die Energieknappheit – treiben unsere Suche nach nachhaltigen Lösungen voran, die zur Erfüllung zukünftiger Bedürfnisse beitragen können“, so Thomas.

Im Jahr 2030 würden mehr als acht Milliarden Menschen auf der Erde leben, davon fünf Milliarden in Städten, führte Thomas aus. „Heute entfallen rund 30 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen und über 40 Prozent des globalen Energieverbrauchs auf Gebäude. Daher ist der Bedarf an erneuerbaren Energieformen eindeutig.“ Wenn etwa Gebäude mit Polyurethandämmung – dem nach spezifischem Gewicht bei weitem effizientesten Material – nachgerüstet würden, könnten nachhaltige Reduzierungen der Kohlendioxidemissionen erzielt werden.

Thomas zufolge kommen über 14 Prozent aller Treibhausgase weltweit aus dem Trans­portsektor, der damit der drittgrößte Verursacher von Emissionen ist. „Leichtgewichtige Verbundwerkstoffe können das Gewicht eines Fahrzeugs um bis zu 30 Prozent verringern und damit den Kraftstoffverbrauch deutlich reduzieren“, so Thomas.

„Wir liefern bereits Polyurethanverbundwerkstoffe zum Ersatz von Metalldächern in Autos. Darüber hinaus bieten wir Verscheibungskomponenten aus Polycarbonat, die Glas­scheiben ersetzen sollen. Der Ersatz sehr energieintensiver Stahl- und Glaskomponenten in Fahrzeugen durch Polymere – die viel weniger energieintensiv sind, deutlich weniger Energie bei der Herstellung verbrauchen und zugleich das Fahrzeuggewicht reduzieren – bietet ein erhebliches Reduzierungspotenzial.“

Als weiteres Beispiel nannte er herkömmliche Glühbirnen, die eine Lichtausbeute von 3 Prozent im Vergleich von bis zu 80 Prozent bei LEDs (Light Emitting Diodes, bzw. Licht emittierende Dioden) hätten. Bei der Herstellung von LEDs und ihrem Lichtmanagement gehöre Polycarbonatharz zu den wenigen Materialien, die für hohe Temperaturbereiche einsetzbar seien.

Auch für die Frischhaltung von Lebensmitteln sind Bayer-Materialien von großer Bedeutung: So verderben bis zu 50 Prozent der Nahrungsmittelproduktion zwischen dem Zeitpunkt der Erzeugung und dem des Verbrauchs. „Temperaturgeführte Transporte mit Kühlanlagen sind äußerst wichtig – und Polyurethanmaterialien spielen hier eine wichtige Rolle“, erklärte Thomas.

Innovative Produkte von Bayer MaterialScience sollen künftig auch aus Windkraftanlagen nicht mehr wegzudenken sein: Für die Verbindung der Rotorblätter kommen zunehmend Klebstoffe auf Basis von Polyurethan anstelle von Epoxidharz zum Einsatz. Zur Gewichts­reduzierung der Rotorblätter können außerdem Nanoröhrchen in die Epoxidharze integriert werden.

„Unsere Materialien verfügen über das Potenzial, eine wesentliche Verbesserung der Energieeffizienz jedes Wirtschaftssektors herbeizuführen. Die Lösungen für die Zukunft, die wir auf der K 2010 präsentieren wollen, werden zeigen, dass Bayer MaterialScience die nötige Expertise bei Technologie und Materialien besitzt, um unsere Kunden bei ihren Neuentwicklungen zu begleiten. Gleichzeitig sind wir ein zuverlässiger, innovativer Partner bei der Suche nach Lösungen zur Begegnung der Auswirkungen globaler Megatrends“, so Thomas.

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