Decklacke und Klarlacke – jetzt auch selbstheilend
Polyurethanlacksysteme sind die Technologie der Wahl wenn es um Qualität, Optik und Vernetzung bei niedrigen Temperaturen geht. Ihre hervorragenden Eigenschaften bei der Glanzhaltung, die Verlaufseigenschaften und die guten mechanischen und chemischen Beständigkeiten haben zur weiten Verbreitung dieser 1K- und 2K-Lacksysteme beigetragen. Die Haupttreiber für die Rohstoffentwicklung im Automobilbereich sind Umweltfreundlichkeit, Effizienz und Qualität. Engere Vorgaben für die Umweltverträglichkeit haben zur Entwicklung von Lacken mit höherem Feststoffgehalt und weniger VOC geführt. Um diese Vorgaben zu erfüllen, hat Bayer MaterialScience High Solid- und Super High Solid-Rohstoffe für Polyurethanlacksysteme entwickelt, die gleichzeitig die höchsten Qualitätsanforderungen hinsichtlich Kratzfestigkeit und Wetterbeständigkeit erfüllen. Daneben werden wässrige Bayhydrol® / Bayhydur® Systeme für 2K-Anwendungen angeboten, sowie Bayhydur® BL- und Bayhytherm®-Typen für 1K-Einbrennsysteme. Unsere Experten helfen Ihnen gern, wenn Sie an dieser Technologie interessiert sind.
Polyurethanlacke bieten aufgrund ihrer Chemie eine Reihe von inherenten Vorteilen:
Hohe Reaktivität und vollständige Vernetzung, selbst bei Aushärtung unter niedrigen Temperaturen
Gute chemische Beständigkeit und Witterungsstabilität
Härte, Widerstandsfähigkeit und Elastizität aufgrund einer Urethan- und Harnstoffstruktur
Wasserstoffbindungen, die ein thermoplastisches Fließverhalten zulassen, so Spannungen abbauen und die Selbstheilung von oberflächlichen Kratzern ermöglichen
Verträglichkeit mit der Grundierung
Hoher Feststoffgehalt/niedriger VOC-Gehalt
Gute optische Eigenschaften – Hochglanz oder „Wet-Look“
Lösemittelbasierte OEM Polyurethan-Klarlacke
Ein OEM-Polyurethan-Klarlack wird durch Reaktion eines Isocyanats mit einem Acrylat-Polyol hergestellt. Die OEM-Einbrennbedingungen sind 130-140°C über einen Zeitraum von ca. 30 Minuten, aber auch niedrigere Temperaturen lassen eine Reaktion zu, was bedeutet, dass der Lack nicht empfindlich darauf reagiert, wenn diese Einbrennbedingungen nicht erreicht werden. Polyurethan-Klarlacke können auf vielerlei Arten von Grundierungen und Basislacken eingesetzt werden und für einen hohen Feststoffanteil sowie einen niedrigen VOC-Gehalt formuliert werden.
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Produktbeispiele Poly-Isocyanate für Automobil-Klarlacke
1K Klarlack (Desmodur® VP LS 2253/1 / Melaminharz)
Polyurethan-Rohstoffe für selbstheilende Lacke
Zu den neusten Entwicklungen von Bayer MaterialScience zählen Rohstoffe für selbstheilende Lacke. Mit Desmodur® XP 2679 lassen sich Lacke produzieren, die zwar sehr flexibel, aber dennoch hochgradig kratzfest sind. Und dies auch noch bei hoher Chemikalienresistenz und kurzen Trocknungszeiten. Das Prinzip ist, dass dieses Polyisocyanat bei Krafteinwirkung, z.B. durch die Bürsten einer Waschanlage, nicht mit Mikrorissen reagiert, sondern sich plastisch verformt. Dadurch entsteht ein sog. „Reflow-Effekt“ wenn die Lackoberfläche sich erwärmt. ... mehr
Wässrige 2K-Polyurethan Klarlacke für OEM Serienlackierung
Wässrige 2K-Polyurethan-Klarlacke stellen eine Alternative zu den lösemittelhaltigen 2K-Polyurethan-Systemen dar. Die hohen Anforderungen der Automobilindustrie werden in nahezu allen Belangen mit Härtern auf Basis aliphatischer Polyisocyanate in hydrophober oder auch in hydrophiler Form erreicht.
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