Polyurethan-Lack blickt auf eine mehr als 50-jährige Geschichte zurück:1957 erkannten Otto Bayer und seine Mitarbeiter, dass Alkydharze durch Modifizierung mit Diisocyanaten zu Beschichtungen mit deutlich verbesserten Eigenschaften führen. Heute haben sich Systeme mit Polyurethan-Lack in einer Vielzahl von Anwendungen etabliert.
Durchbruch der Polyurethan-Lacke
Der Durchbruch der Polyurethane im Lackbereich erfolgte, als monomerenarme Polyisocyanate entwickelt wurden und in der Praxis Einzug fanden. Seit dieser Zeit verzeichnet der Polyurethan-Lack, auch bekannt unter DD-Lack(Desmodur® und Desmophen®), eine rasante Marktentwicklung.
Die Anfänge der Polyurethanchemie
Die Polyurethanchemie begann 1937, als H. Rinke 1,6-Hexamethylendiisocyanat (HDI) herstellte und Otto Bayer das Diisocyanat-Polyadditionsverfahren entwickelte. Erste Arbeiten in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts zielten auf Polyurethanfasern, wenig später wurden erste Polyurethan-Schaumstoffe als neue Werkstoffe hergestellt.
Auch für die kommenden Jahrzehnte wird ein anhaltendes überdurchschnittliches Wachstum erwartet. Die Ursache liegt in den großen Innovationsmöglichkeiten der Polyurethan-Lacke.
Der Artikel ist adapiert aus einem Beitrag für die "Aktuelle Wochenschau" der Gesellschaft deutscher Chemiker. Von Dr. Reinhard Halpaap, Dr. Ulrich Meier-Westhues und Dr. Frank Richter, Bayer MaterialScience AG.